Prävention
Wer oder was ist eigentliche diese „Prävention“?
Wenn wir hier von „Prävention“ sprechen, reden wir von der Prävention sexualisierter Gewalt. Dabei verstehen wir sexualisierte Gewalt als Form von sexueller Handlung, die gegen den Willen eines Menschen vorgenommen wird oder der die oder der Betroffene aufgrund von körperlicher oder geistiger Unterlegenheit nicht wissentlich zugestimmt hat. Daher sind insbesondere Kinder und Jugendliche vor sexualisierter Gewalt zu schützen und es gilt, vorbeugende Maßnahmen zu treffen.
Was gehört bei uns zur Prävention?
Als Pfadfinderstamm und Teil der DPSG ist es schon immer in unserem Interesse gewesen, alle Kinder und Jugendlichen zu schützen, zu stärken und sie auf dem Weg, selbstbewusste Menschen zu werden, zu begleiten und zu unterstützen. Daher gehört es zu unseren Aufgaben, einen Raum zu schaffen, indem keine Grenzverletzungen stattfinden. Dazu machen wir Folgendes:
- Wir besprechen sexualisierte Gewalt altersgerecht mit den Kindern und Jugendlichen, um ihnen Selbstvertrauen und Wissen zu geben, wie sie sich selbst schützen und wehren können und wie wir helfen, sie zu schützen.
- Ab dem 16. Lebensjahr und dem Eintritt in die Roverstufe ist der Besuch einer Präventionsschulung Voraussetzung, um an Stammesaktionen und Lagern teilzunehmen. Dazu muss das erweiterte Führungszeugnis vorgelegt werden. Mehr Infos zum Wie & Warum kriegst du jederzeit beim Vorstand oder bei der Präventionsbeauftragten.
- Wir lassen unsere Leiterinnen und Leiter den Bezirkskurs (Leiterschulung) machen, wobei einer der Schulungsbausteine sich explizit mit Prävention auseinandersetzt.
- Wir haben eine Präventionsbeauftragte im Stamm, die als vertrauensvolle Ansprechpartnerin für alle Anliegen, Nachfragen und Anregungen zum Thema Prävention wie auch zum Thema sexualisierte Gewalt ist.
- Wir stehen in stetigem Austausch mit anderen, die viel Ahnung und Erfahrung mit Prävention haben, z.B. unserer Gemeinde und unserem Bezirk.
Du hast eine Situation erlebt oder beobachtet oder darüber berichtet bekommen, über die du mit jemandem im Vertrauen sprechen möchtest? Dann kannst du dich jederzeit über das Kontaktformular an unsere Präventionsbeauftragte Lea wenden, sie behandelt alle Nachrichten vertraulich. Auch bei Fragen, Wünschen und Anregungen kannst du sie gerne kontaktieren.
Die Ansprechpartner unserer Gemeinde findest du hier. Mehr Informationen zum Thema Prävention gibt es bei der DPSG hier.
Gewaltschutzkonzept
Alle Gruppierungen der DPSG haben ein eigenes Gewaltschutzkonzept (ehemals Institutionelles Schutzkonzept) in dem alle Maßnahmen zur Prävention (sexualisierter) Gewalt beschrieben sind. Hier sind auch Beschwerdewege und Ansprechpersonen der jeweiligen Gruppe benannt. Hier findet ihr das Gewaltschutzkonzept des Stammes St. Markus. Die Schutzkonzepte werden alle fünf Jahre evaluiert und überarbeitet. Im Zuge der Überarbeitung werden auch die Vorgaben des Landeskinderschutzgesetz-NRW eingebunden.
Verhaltenskodex
Alle Gruppierungen der DPSG (Stämme, Bezirke, Diözesanebene) haben einen eigenen Verhaltens-kodex. In diesem sind grundlegende Regeln festgelegt. Diese bieten Orientierung und bieten die Möglichkeiten zur gemeinsamen Reflexion. Dieser Verhaltenskodex wird vor Beginn der Tätigkeit unterschrieben. Hier findet ihr den Verhaltenskodex des Stammes St. Markus.
Feedback- und Beschwerdemanagement
Die Möglichkeit, anonym und digital Feedback, Hinweise, Anregungen oder Beschwerden zu
Aktionen, Lagern, Truppstunden sowie zum Umgang miteinander in unserem Stamm zu geben, hast
du über unser Feedback- und Beschwerdemanagementformular.
Jede Rückmeldung wird vertraulich behandelt und von uns ernst genommen. Die eingehenden
Meldungen werden regelmäßig gesichtet und bei Bedarf in der nächsten Leitungsrunde besprochen.
Sofern sich aus einer Meldung akuter Handlungsbedarf ergibt, werden wir uns zeitnah damit
befassen.
Wir freuen uns über konstruktives Feedback, Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten sowie über Meldungen zu Situationen, in denen du dich unwohl, unsicher oder nicht respektvoll behandelt gefühlt hast. Nur durch eure Rückmeldungen können wir unsere Prozesse weiterentwickeln und zu einem sicheren Miteinander beitragen.
